Auf ein Wort mit Julia Barbian

Das Goldene Reitabzeichen zum Greifen nah.

Seit dem Turnier in Dinslaken-Hiesfeld, bei dem Julia Barbian mit ihrer Valentina den St. Georges gewann, gehen nun neun S-Siege auf das Konto der 20-jährigen rheinischen Kaderreiterin, die als Ponyreiterin bereits zweimal EM-Teamgold holte - übrigens mit ihrem "King" genannten Der Kleine König, mit dem sie nach wie vor im Viereck präsent und M2*-siegreich ist. Aktuell bereitet sich Julia mit ihrer Valentina auf den Preis der Besten kommende Woche vor - es ist ihr insgesamt siebter Start bei dem prestigeträchtigen Klassiker in Warendorf.

EQUITARIS YoungTalents: Sie hatten zuletzt mit Verletzungspech zu kämpfen - hatte eine schwere Knieverletzung und mussten nun, nach gerade mal einem halben Jahr wieder im Sattel, bei der Sichtung in Kronberg mit einer gebrochenen Rippe antreten. Können Sie inzwischen wieder beschwerdefrei reiten?

Julia Barbian: Zum Glück bin ich nun wieder top fit und kann wieder ganz normal trainieren. Ich hoffe, ich kann beim Preis der Besten nun wieder meine Bestleistung abrufen.

Mit welchen drei Worten würden Sie Ihr aktuelles Toppferd Valentina beschreiben?

Sensibel, motiviert, kuschelig

Welcher Erfolg war Ihr persönlich wertvollster?

2022 in Hagen "Future Champions". Bei dem CDIY waren wir in der Kür Dritte mit persönlichen Bestnoten. Ich hatte mir da schon das Knie verletzt und Valentina hat trotzdem alles für mich gegeben, das bleibt dann besonders in Erinnerung.

Ihr Lieblingsturnier?

Kronberg auf dem Schafhof, so eine Kulisse und Organisation sieht man selten.

Sie haben Ihren "King" damals vom Bundeschampionat bis zu EM-Teamgold geritten. Mit dem jetzt vierjährigen "Mali" genannten Hengst Fürst Malling haben Sie wieder einen "Jungspund" unter dem Sattel. Was fasziniert Sie an der Arbeit mit jungen Pferden?

Es ist ein wahnsinniges Gefühl, ein Pferd so gut hinterher zu kennen und dann noch Erfolge feiern zu dürfen. Ich glaube, mir ist einfach wichtig, mit einem Pferd über Jahre zusammen zu wachsen und auch voneinander lernen zu können, dann sind die Erfolge viel wertvoller hinterher. Ich bin sehr dankbar, wieder ein junges Pferd (Mali) im Stall zu haben und ihn mit meinem Trainer Heiner Schiergen auszubilden.

Lassen sich bei Ihnen Reiten und Studium problemlos verbinden?

Ja, sehr gut sogar. Ich studiere Psychologie und Kriminal-Psychologie an zwei verschiedenen Fernunis in England. Da alles online stattfindet, kann ich mir die Zeit problemlos selber einteilen.